Montag, 23. Juli 2012
Samstag, 10. Oktober 2009
Samstag, 3. Oktober 2009
Dienstag, 29. September 2009
neue fotos...
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Mittwoch, 24. September 2008
León Gieco - La memoria
León Gieco - La memoria
DIE ERINNERUNG
Die alten Lieben, die verschwunden sind,
die Illusionen der Verlierenden,
all die unerfüllten Versprechungen
und die, die in einem Krieg gestorben sind.
Alles ist in der Erinnerung aufbewahrt,
der Traum des Lebens und der Geschichte.
Der Betrug und die Mittäterschaft
der Völkermörder noch in Freiheit,
der Straferlass und der Punto Final
für die Bestien aus jener Hölle
Alles ist in der Erinnerung aufbewahrt,
der Traum des Lebens und der Geschichte.
Die Erinnerung erwacht um zu verletzn
die Völker, die eingeschlafen sind
und die sie nicht leben lassen
frei wie der Wind.
Die Verschwundenen, die man noch sucht
mit der Farbe ihrer Geburt,
der Hunger und der Überfluss gehn zusammen,
die Misshandlung und ihr böses Andenken.
Alles ist an die Erinnerung genagelt*,
der Dorn des Lebens und der Geschichte.
Zweitausend ässen ein ganzes Jahr
mit dem, was eine Militärminute kostet
viewiel Leute würden nicht mehr Sklaven sein
zum Preis einer Bombe ins Meer geschossen
Alles ist an die Erinnerung genagelt*,
der Dorn des Lebens und der Geschichte.
Die Erinnerung stecht bis zum Blut
die Völker, die sie unterdrücken
und die sie nicht gehen lassen
frei wie der Wind.
All die Opfer der AMIA
und die der israelischen Botschaft,
die geheime Macht der Waffen,
eine Justiz, die anschaut und nicht sieht.
Alles ist in der Erinnerung versteckt,
Zuflucht des Lebens und der Geschichte.
Das war, als die Kirchen schwiegen
als der Fussball alles verschluckte,
als die Pallottiner Väter und Angelelli
ihr Blut in den Schlamm vergossen haben.
Alles ist in der Erinnerung versteckt,
Zuflucht des Lebens und der Geschichte.
Die Erinnerung berstet bis zum Sieg
über die, die sie unterdrücken
und die sie nicht sein lassen
frei wie der Wind.
Die Kugel an Chico Mendes in Brasilien,
150.000 Guatemalteken,
die Grubenarbeiter vor den Gewehren,
Studentenrepression in Mexico.
Alles ist in die Erinnerung geladen,
Waffe des Lebens und der Geschichte.
Amerika mit ihren zerstörten Seelen,
die Kinder getötet von der Todesschwadron,
Mugica gefoltert irgendwo in den Vororten,
die Würdigkeit von Rodolfo Walsh.
Alles ist in die Erinnerung geladen,
Waffe des Lebens und der Geschichte.
Die Erinnerung legt an bis zum Töten
der Völker, die sie zum Schweigen bringen
und die sie nicht fliegen lassen
frei wie der Wind.
Samstag, 13. September 2008
Oscarcito
Las Pastillas del Abuelo - Oscarcito
Und hier der Text dazu soweit ich ihn versteh:
Hallo Freund, wie gehts? Ich bin Oscar
Ich bin 9 Jahre alt
Ich habe ein Haus irgendwo
und 7 Brüder.
Ich erzähle ihnen das ich gerne spiele,
aber ich spiele wenig
in der Staße, die jetz mein zuhause ist
Essen mehr die mosquitos
Erschrecken sie sich bitte nicht, herr,
erschrecken sie sich nicht, ich beiße nicht, ich belle nicht,
obwohl manchmal sagt mein Bauch mir:
-Oscarchen, wir müssen etwas kauen.
Das was ich in der hand halte is' für sie,
Sie sagten mir das sie ein heiliger sind.
mal schauen ob si Glück haben
und wenn es sie n icht stört bitte ich sie um einen Peso
AHY Oscarchen, wie deine Augen glänzen,
ahy Oscarchen, immer die Hände dreckig,
wo es ein bischen Sonne gibt
um zu erwärmen
dein süßes herz
das nicht ausgehen will
was ich fast immer geh ich zu irgend einer bar
fast immer verjagen die Ober mich mit Fußtritten
nur einer ist etwas netter
und ich kann einige Toasts ergattern
Die dann später geteilt werden, herr
man teilt mit einem Freund
und wenn es nicht einen krümel mehr gibt jalamos
damit der Bauch keinen Lärm mehr macht
Ich habe auch einen älteren Bruder
aber diesen sehe ich nicht oft
ehr erscheint sehr selten
wenn die Polizei ihn gerade nicht sucht
von papa nicht eine Nachricht
Mama erzählt das wir uns ähnlich sehen
er ging eines tages um die zukunft zu suchen
welche zu folge dem was sie sagen, jeder verdient
AHY Oscarchen, wie deine Augen glänzen,
ahy Oscarchen, immer die Hände dreckig,
wo es ein bischen Sonne gibt
um zu erwärmen
dein süßes herz
das nicht ausgehen will
Diese nacht ist in Constitution (großer Bahnhof in Capital, Buenos Aires)
ganz viele andere halte ich in Retiro aus
ich finde es besser keine Matratze zu haben
damit kein Priester (über mich herzieht?)
Jetzt gehe ich in einen anderen Wagon
ein anderes mal habe ich ein tracht prügel bekommen
weil ich mich mit einem fräulein aufzuhängen
sie hatte kein Geld und gab mir ihr Lächeln
AHY Oscarchen, wie deine Augen glänzen,
ahy Oscarchen, immer die Hände dreckig,
wo es ein bischen Sonne gibt
um zu erwärmen
dein süßes herz
das nicht ausgehen will
AHY Oscarchen, komm ein wenig spielen,
ahy Oscarchen, wie ein kleiner zwerg,
Von Station zu Station
Suchst du dich zu erwärmen
dein süßes Herz
das nicht ausgehen will
AHY Oscarchen..... wie deine Augen glänzen,
Von Station zu Station
Suchst du dich zu erwärmen
dein süßes Herz
das nicht ausgehen will
Sonntag, 31. August 2008
Wieder da
aber ihr könnt weiter interessante Geschichten lesen unter dem Blog von meinem Bruder der grad vor n paar Stunden nach Israel geflogen ist für ein Jahr.
Hierist ein link zu Jonathans Blog
Is jetz noch nich so viel drauf aber das kommt bestimmt noch.
Mittwoch, 20. August 2008
Abschied
Donnerstag, 7. August 2008
Abschied...
Dienstag, 5. August 2008
Chimpay
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Wir haben riesige Fische herausgeholt, nur dass ich dann am Dienstag mit 39,6 Grad im Bett lag und erst am Freitag etwas von den gefangenen Karpfen essen konnte.Freitag, 18. Juli 2008
Sieg
Zu der Frage, wieviele Leute bei der Kundgebung fuer Cristina waren, war heute eine Karikatur in der Zeitung:
Unterhalten sich zwei Maenner, ein anderer steht im Hintergrund an einem Brunnen.
Sagt einer der beiden Maenner: "Laut Cristina waren 200.000 bei ihrer Kundgebung, laut der Polizei 100.000, laut der Bauernverbaende 50.000 und laut dem Mann an dem Brunnen warens 20.000!"
Mittwoch, 16. Juli 2008
Entscheidung
Vor ein paar Tagen: Demonstranten wurden von der Staße geräumt, eine Staßenschlacht entfacht, ein Toter("wurde von einer Staßenlaterne erschlagen") man sieht viele Leute mit Gummischleudern auf Polizisten und Polizeiautos schießen.
Gestern gab es eine zentrale Versammlung auf der Plaza de Mayo, organisiert von der Regierung, das war ganz groß im Fernsehen. Danach erzählt mir Thea, dass in Allen von der Regierung Demonstranten geworben wurden. Und zwar wurde den Leuten die Fahrt nach BsAs und 100 Peso gegeben, wenn sie an der Demonstration auf der Plaza de Mayo teilnahmen. Ich erzählte das einer Angestellten hier und sie sagte, ja das wurde ganz öffentlich im Fernsehen bekannt gegeben. Argentinien is knapp bei Kasse, und die Medikamente von leidenden Patienten können nicht bezahlt werden, aber Demonstranten schon. Was für eine beschissene anti-demokratische Regierung!! (Wir haben zwei abuelas, die keine Medikamente mehr bekommen, weil der Staat ihre Gelder gestrichen hat.)
Dann die Veranstaltung: man sollte annehmen, dass die Presidentin reden wird.... nein es redet der Ex-President (der ja der Eheman der jetzigen presidentin ist). Da sieht man mal, wer das Ruder in der Hand hat .... die einzigen Bilder im Fernsehen zeigen die überwältigenden Menschenmassen für die Regierung, Schätzungen werden nicht genannt.
Heute Titelseite des "Rio Negro": "Die Bauern gewinnen auf der Staße" Grund: Für die Bauern sind 240 000 auf die Straße gegangen, für Kirchner schlappe 87 000.
Heute muss das Gesetz, um das es geht, noch durch den "Kongresso" also den Bundesrat. Aber egal wer gewinnt, Argetninien hat unglaublich viel während der ganzen Zeit verloren.
http://www.rionegro.com.ar/
Montag, 30. Juni 2008
Deutschland-Spanien
Freitag, 27. Juni 2008
Der letzte...
Liebe Unterstützer, liebe Freunde und Bekannte,
meine Zeit hier in Argentinien geht ihrem Ende zu. Es war eine schöne Zeit und ich bin dankbar für die vielen Erlebnisse und Erfahrungen, die ich machen durfte. Doch ich merke, dass es für mich Zeit ist heimzukommen, wieder deutsch zu sprechen, alles zu verstehen, meine Familie wieder zu sehen und zu studieren.
Inzwischen bin ich zehn Monate in Argentinien. Im Großen und Ganzen sind meine Erlebnisse nicht zu weit von meinen Erwartungen abgewichen, wahrscheinlich, weil ich gar nicht so viele Erwartungen hatte. Ich wurde nur manchmal mit der Aussage konfrontiert, so ein kleiner Einsatz hier bringt doch nichts und ist doch weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Jedoch ist für mich jeder Moment, in dem ich einem der alten Menschen helfen konnte, oder wenn ich ein bisschen Last von seinem Herzen nehmen konnte, wertvoll. Sinnvoll ist mein Einsatz sicher auch dann, wenn er nicht so persönlich ist: Bei der Pflege der Gartenanlage und der Tiere, bei der Ernte und beim Einkochen der Vorräte in der Küche. Das Altenheim (und auch die Kirchengemeinde) haben immer wieder finanzielle Probleme, so dass unsere Arbeit auch hier hilft. Wichtig erscheint es mir, dass die Alten – auch die, die mehr oder weniger dement sind – sich wohl fühlen und ihren Lebensabend in Würde verbringen können, unabhängig davon, ob jemand für sie ausreichend bezahlen kann oder nicht.
Ein verlorenes Leben ist ein verlorenes Leben zu viel. Dies gilt für mich besonders, wenn ich an den sozialen Einsatz denke, den die Volontäre in Buenos Aires leisten. Dort ist die Armut und somit auch Gewalt und Kriminalität noch sehr viel größer als auf dem Land, wo ich arbeite. So ist jedes Kind, das sie dort von der Straße holen können, jede Frau, der sie zu ihren Rechten verhelfen können und jede Zukunft, die durch z.B. Bäckereiwerkstätten oder Schreinereien gesichert werden kann, ein Leben, das nicht verloren geht.
Als ich mich für den freiwilligen Friedensdienst im Ausland beworben habe, war mir nicht klar, warum es ein Friedensdienst ist. Heute sehe ich zwei Aspekte:
- im weitesten Sinne gehört es auch zum Frieden, benachteiligten Menschen zu helfen und soziale Ungerechtigkeiten auszugleichen
- Friedensarbeit heißt auch: Menschen und ihre Kultur kennen lernen, und so die Menschen verstehen zu lernen und so als ein „Kulturbotschafter“ zu wirken
Aus meiner Sicht hat mir dieses Jahr sehr viel gebracht nicht nur sprachlich (Inzwischen bereitet es mir überhaupt keine Probleme mehr Spanisch zu sprechen) sondern auch menschlich. Ich habe viele alte und junge Argentinier kennen gelernt, ich sehe ihre Probleme und Möglichkeiten, ich verstehe ihre Wünsche und Hoffnungen; und ich habe mich sehr wohl gefühlt bei ihnen.
Ich hatte das Glück, auch viele Jugendliche kennen zu lernen, die nichts mit dem Projekt zu tun haben, die aus armen Familien kommen und wahrscheinlich nie die Chance haben werden, nach Europa reisen zu können. Aber auch sie haben mich kennen gelernt, sie haben vieles gefragt und somit ein Stück von Deutschland erfahren. Vielleicht ist auch dies ein kleines Puzzleteil aus der großen Arbeit für den Frieden.
Besonders beeindruckend ist der offensichtliche, unglaubliche Kontrast zwischen Arm und Reich. Man kann so vor den feinsten Hotels und Restaurants bettelnde Menschen sehen, in den reichesten Vierteln sieht man die Kartoneros, also Müllsammler. Die Kartoneros werden morgens und abends immer mit einem Extrazug in die Hauptstadt rein und abends wieder raus gefahren.
Traurig fand ich eine Szene vor einem amerikanischen Schnellrestaurant, dort wartete ein Mann Seite an Seite mit zahlreichen Straßenhunden darauf, dass der Müll raus gestellt wurde, und er ein paar weggeworfene Hamburger ergattern konnte.
In letzter Zeit habe ich angefangen mich mehr für Geschichten und Erzählungen aus der Region zu interessieren. So wird von einem Großgrundbesitzer z.B. gesagt, dass er in seinem Keller eine Kobra hat, diese hat er aus einem Pakt mit dem Teufel und jedes Jahr muss er dieser Kobra ein Menschleben opfern. Solange er dies tut, wird er immer viel Geld haben. Die große Frage, die sich mir jetzt stellt, ist warum diese Geschichte erfunden wurde und von wem. Von dem Arbeitgeber um seinen Reichtum zu erklären und unanfechtbar darzustellen, oder von den Arbeitern um ihren Arbeitgeber als böse darzustellen. Für mich liegt die Quelle des Reichtums eher in der Ausbeutung der Arbeiter und den unglaublichen Effizienzsteigerungen dank Maschinen und Gentechnologie. Es gibt zum Beispiel seit ungefähr 4 Jahren gentechnisch veränderte Bäume, die nicht mehr in einer typischen Baumform (kugelartig) wachsen, sondern jetzt auch an Drähten so festgebunden werden können, dass sie scheibenartig wachsen. Dabei gibt der Baum fast die gleiche Anzahl an Früchten, aber die Bäume können viel näher aneinander gestellt werden. Das bedeutet fast das Doppelte an Gewinn für den Landbesitzer. Wie auch in vielen anderen Wissenschaftszweigen liegen die Patente für die gentechnisch veränderten Bäume bei großen Firmen aus Industrienationen. Kleine Bauern können sich die Neupflanzungen zwar leisten, sind aber danach gezwungen diese Äpfel an bestimmte Exporteure zu verkaufen. Expofrut ist wahrscheinlich die führende Firma in Sachen Obstanbau in der Region, sie haben unter anderem eine Apfelsorte, die einen Monat vor den anderen Äpfeln reif ist. Dies verschafft ihnen den großen Vorteil jährlich einen Monat vor den Konkurrenten die ersten frischen Äpfel auf den Markt bringen zu können. Die Konkurrenten können nur mit den „alten“ Äpfeln aus der letzten Saison aufwarten. Dazu werden die Äpfel direkt nach der Ernte in riesigen Kühlkammern mit 0,02 Grad gelagert. In diesen Kammern reifen die Äpfel und Birnen in einem halben Jahr so viel wie im Sommer an einem Tag; mit chemischen Konservierungsstoffen, natürlich. Ein Apfel direkt aus solch einer Kammer schmeckt echt abartig.
Das ganze soll nicht heißen, dass man argentinische Äpfel boykottieren sollte, denn in anderen Ländern herrschen sicherlich oft schlimmere Bedingungen für die Arbeiter. Ich wollte nur ein wenig über den Obstanbau in der Region „Rio Negro“ aufklären. Ab jetzt werde ich mich jedes Mal, wenn ich in einem europäischen Supermarkt einen Apfel kaufe, an die Äpfel hier erinnern und an die ungefähr dreimonatige Reise, die der Apfel hinter sich hat.
Auch wenn ich in dem ganzen Jahr mehr als 3000 Fotos geschossen habe, konnte ich die eindrucksvollsten Erlebnisse, Geräusche, Gerüche und Geschmäcke nur in meinem Kopf speichern.
Argentinien, ich werde dich vermissen!
Liebe Grüße und Besitos,
Daniel Heintges